Nicht von dieser Welt „Pfarrer Sieber“.

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(24. Februar 1924 – 19. Mai 2018)

In beinahe jeder Zeitung war er die letzten Tage präsent. auf Facebook kannst du wunderschöne Beiträge und Kommentare über Ihn lesen. Wenn man die letzten Tage an der Langstrasse spazieren ging, hörte man jeden reden über Ihn, den Drogensüchtigen wie auch das Mädchen vom Sexgewerbe, alle sprachen sie über Ihn. Ihr wisst wahrscheinlich alle von wem ich spreche. Er war, ist und bleibt mein Vorbild, meine Inspiration, mein Coach. Jawohl die Rede ist vom Obdachlosenpfarrer Ernst Sieber, der am Pfingstsamstag friedlich eingeschlafen ist.

Böse Zungen werden nun behaupten, das jetzt wo der Sieber tot ist der Bürgi plötzlich über Ihn spricht, wie es halt oft der Fall ist wenn jemand berühmtes stirbt. Aber diejenigen die mich besser kennen wissen das ich schon immer von meinem Pfarrer schwärmte, Ihn mehr als einfach nur mochte. 2013 schrieb ich Ihm sogar ein Lied das man auf YouTube hören kann.

Ja ich gehörte sich nicht zu seinem engeren Bekanntenkreis, doch glaub mir , er fehlt mir sehr. Seit Sonntag ist da eine grosse leere in mir. Ich liebte diesen Mann, eiferte ihm nach, so das ich mir auch oft Kritik anhören musste, ich sei dann nicht Pfarrer Sieber. Doch das war und ist mir eigentlich egal. In mir brennt das gleiche Feuer wie in Ernst, das Feuer der Liebe für meine Mitmenschen die man immer wieder an den Rand drängt.

Diese Liebe ist nichts anderes als die Liebe die Jesus uns vorgelebt hat. Pfarrer Sieber hat das immer wieder betont. Die Kraft die Ihn Antrieb war keine Ideologie sondern das Evangelium von Christus. Ja Ernst war ein richtiger Jesus Freak. Er liess sich durch nichts einfach so aufhalten und klar er machte auch Fehler, so wie du und ich eben. Ich glaube ich darf auch sagen das er kein einfacher Mensch war. Ja zu seinen Freunden auf der Gasse, gegenüber den Elenden, Verlassenen, Vaganten, war er immer Herzenslieb und Herzensgut. Gegenüber anderen Menschen konnte er aber sehr reserviert, ja beinahe schon hart sein. Also einfach ein Mensch wie du und ich, trotzdem nicht von dieser Welt.

Jesus selber sagte das auch zu seinen Nachfolger, zu denen Du und ich ja auch gehören, wenn wir Jesus nachfolgen. Johannes 17. 13-19.

In Jesus sind wir nicht mehr von dieser Welt, denn durch Jesus haben wir einen anderen Geist in uns, seinen Geist. Denn Geist der wahren Liebe, den Geist von Christus. Dieser Geist von Jesus, der Pfarrer Sieber dazu Antrieb über 20 Einrichtungen für Randständige Menschen zu gründen. Dieser Geist von Jesus, der mich selber immer wieder Antreibt Lieder zu schreiben, die  von Jesus handeln. Oder auf die Strasse zu gehen um mit Menschen Gemeinschaft zu haben.

Unser Pfarrer wies immer klar auf Jesus hin. Er predigte nicht nur von der Kanzel runter fromme schöne herrliche Worte, nein er war vor allem draussen bei den Menschen und lebte Ihnen Christus vor. Es wird nie mehr einen zweiten Pfarrer Sieber geben, aber es braucht dich und mich um sein Werk fortzusetzen. Nicht alle Träume von Ernst haben sich erfüllt. Es gibt in der Schweiz immer noch eine miserable Drogenpolitik. Zuviel wird immer noch unter den goldenen Schweizerteppich gekehrt. Sein Dörfli wurde leider auch nicht so Realität wie er sich das vorgestellt hat.

Es braucht also neue Jesus Freaks, neue Arbeiter, die durch Jesus nicht von dieser Welt sind und als solche auch so handeln wie Menschen die nicht von dieser Welt sind. Es braucht dich und mich. Der Pfarrer war mehr ein Einzelkämpfer er arbeitete bis zuletzt nicht sehr gerne in einem Team. Und doch redete er oft von Gemeinschaft, von Solidarität durch Gemeinschaft. Und mit diesen Worten richtete er sich an die Schwachen, an die Armen an die Versager, an die Ausgegrenzten, die an den Randgedrängten. Stell dir vor du und ich stehen GEMEINSAM auf. Ja, in all unserer Schwachheit aber mit CHRISTUS in unserer Mitte und fangen an nach diesem Vorbild von Jesus zu leben, da würden nicht nuf unsere eigenen Leben verändert werden, sondern auch hunderte Menschenleben gerettet werden.

Ernst sagte immer auf seinem Grabstein soll mal stehen:“ Ich habs heiter, ihr kämpft weiter.“ Das er es jetzt heiter hat, steht für mich als Christ ja ausser Frage, aber was ist mit uns? Kämpfen wir weiter? Du und ich gemeinsam mit Jesus in der Mitte? Denn wie mal ein anderes grosses Vorbild von mir sagte:“ Wenn du Jesus in die Mitte stellst wird alles andere zur Randgruppe.“ Also auch Du und ich.

In dem Sinne, danke Pfarrer Sieber für dein Vorbild, ich auf jeden Fall werde weiterkämpfen, nicht immer Dein Kampf aber sicher IMMER den Kampf von Jesus.  Läb wohl, liebe Pfarrer, bis glii.

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4 Kommentare zu „Nicht von dieser Welt „Pfarrer Sieber“.

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  1. Elisa hatte auch solch ein Vorbild, den Propheten Elia und sein Herzenswunsch war es, wie er zu sein. Ja er war sogar sehr ehrgeizig, er wollte nicht nur so sein wie Elia sondern wollte zwei Anteile von Elias Geiste haben. Damit meinte er ja die Salbung von Gott, Und Elisa nahm Elias Mantel, symbolisch für die Salbung an sich und legte ihn sich um.
    Elisa erhielt was er in seinem Herz sich wünschte und doch verlief Elisas Leben anders als das von Elia. Wenn du es noch nicht getan hast, erbitte vom Herrn den Mantel von Pfarrer Sieber – in doppelter Portion – doch schau dann auf den Herrn wie er Seine Salbung anwenden möchte, in dir ausleben sehen möchte.
    Gott segne dich, Kämpfer für Gottes Reich zu kommen!

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